AKTUELLES / PRESSE
im Kreisverband Ulm/Donau • Alb-Donau-Kreis e.V.

Zur Ergänzung der hauptamtlichen Kräfte von Diakonie, Charitas, dem Internationalen Bund oder anderen Organisationen stehen auch viele ehrenamtliche Helfer und Helferinnen bei der Integration unserer Spätaussiedler im Einsatz. Die vielfälltigsten Dienste, wie Sprachförderung, Hausaufgabenhilfen, Betreuung von Jugend- und Seniorengruppen, etc. werden Angeboten.

Innerhalb dieses Netzwerkes hat sich durch die Sprachkompetenz des Bund2,der Vertriebenen die Betreuungsarbeit als besonders geeignet entwickelt. Bei dieser Betreuungsarbeit liegen die Schwerpunkte in der Formularhilfe, nicht das Ausfüllen, sondern das Erläutern der Fragen ist das Entscheidende, Übersetzen von Briefen und deren Antwort konzipieren, das Dolmetschen bei Ämtern, Behörden und sonstigen Dienststellen. Sehr häufig ist es notwendig, daß die Beraterinnen, alle selbst Spätaussiedler, auch zu den diversen Dienststellen, oder bei der Wohnungssuche und den folgenden Vorsprachen mitgehen, um direkt zur Verfügung zu stehen. So können sprachliche Mißverständnisse von vornherein ausgeschlossen werden. In den Jahren 2003 und 2004 wurden in den Übergangswohnheimen Ulm-Böfingen, Ehingen und Munderkingen Beratungen geleistet:

Beratungsort
2003
2004
 
Betr.-Fälle
Zeit/Std.
Betr.-Fälle
Zeit/Std.
ÜWH Ulm
486
585,5
315
387,0
ÜWH Ehingen
165
231,5
192
236,5
ÜWH Munderkingen
119
243,0
149
104,0
Gesamt
770
1.060,0
656
727,5

Alle unsere Beraterinnen sind sehr zuverlässig und setzen sich mit großem Nachdruck für diese Integrationsarbeit ein. Sie ist enorm schwer, verlangt von allen Fachgebieten ein sehr gutes Wissen und geht durch bis in die Seele. Denn die Menschen, die zu uns und dann in die Beratungen kommen, berichten nicht nur von ihren Sorgen und Nöten, sondern auch von ihren traumatischen Erlebnissen. Beraterinnen mußten diese Arbeit, die sie psychisch krank machten, aufgeben. Bis Ende letzten Jahres erhielten die Beraterinnen eine Aufwandentschädigung. Dies war bei der schwere der Arbeit und für die wirtschaftliche Situation der Familien vertretbar, denn als Putzfrau würden Sie mehr erhalten. Mit dem neuen Zuwanderungsgesetz gibt es keine Aufwandentschädigung mehr für die ehrenamtliche Arbeit. In welcher Zwickmühle wir uns befinden, braucht wohl nicht erläutert zu werden. Einerseits möchten wir die Beratungen nicht aufgeben. Aber anderseits sind die Damen auf ein finkYazielles Zubrot angewiesen.

BdV-Betreuungs- und Integrationsaufwand für Spätaussiedler